„Der Traum perfekter Inklusion“ – Ein Video, das Barrieren überwindet

„Der Traum perfekter Inklusion“ – Ein Video, das Barrieren überwindet

Eine Gruppe von schwarz gekleideten Menschen tritt in einem Raum auf; einige sitzen auf einer Bank mit der Aufschrift "Kein Platz für Ausgrenzung", während andere tanzen und mit Bändern hantieren.

Mittwoch, 25.02.2026

Bewegung, Ausdruck und eine klare Botschaft: Rund um den Aktionstag zur Gleichstellung für Menschen mit Beeinträchtigung „Kaffee-Kuchen-Klönen“ am 3. Mai 2025 entstand mit der Bank „ Kein Platz für Ausgrenzung“ eine besondere Choreografie mit dem Titel „Der Traum perfekter Inklusion“. Das inklusive Tanztheater ARTsider unter der Leitung von Hiltrud Grübling machte die Bank selbst zum Teil der Inszenierung – als Symbol für Begegnung, Haltung und gemeinsames Enthindern. Dieser Moment sollte bleiben. Und so entstand die Idee, die Choreografie als barrierefreies Video für die Webseite von Wiehl ENTHINDERT festzuhalten.


Die ARTsider nahmen die Choreografie eigens noch einmal auf und produzierten ein eindrucksvolles Video. Doch schnell stand eine entscheidende Frage im Raum:
Wie gestalten wir ein kreatives Tanzvideo mit Audiodeskription so barrierefrei, dass es für möglichst viele Menschen zugänglich ist – und zugleich die künstlerische Qualität erhalten bleibt?

Um diese Frage gemeinsam zu beantworten, trafen sich Vertreter*innen von Wiehl ENTHINDERT, der Webdesigner von Vorländer and friends, Choreografin Hiltrud Grübling sowie Bodo Isenhardt als Experte in eigener Sache. Im Mittelpunkt stand nicht nur die technische Umsetzung, sondern vor allem das gegenseitige Lernen: Welche Bildsprache ist wichtig? Wie beschreibt man Bewegung, ohne sie zu verfälschen? Welche Informationen sind für blinde oder sehbeeinträchtigte Menschen entscheidend, um die künstlerische Aussage zu verstehen?

Ein besonderes Zeichen gelebter Inklusion: Hiltrud Grübling hat den Text für die Audiodeskription selbst geschrieben und persönlich eingesprochen. Damit blieb die künstlerische Handschrift der Choreografie auch in der Beschreibung erhalten. Die Perspektive der Kunst wurde nicht von außen erklärt, sondern aus dem kreativen Prozess heraus formuliert.

Bodo Isenhardt brachte zusätzlich seine Expertise als Lebensweltexperte ein und schärfte den Blick für Verständlichkeit und Wirkung. Die Werbeagentur Vorländer and friends setzte die technischen Anforderungen professionell um und sorgte dafür, dass Bild, Ton und Audiodeskription stimmig zusammengeführt wurden.

So entstand ein Video, das nicht nur dokumentiert, sondern Haltung zeigt: Kunst und Barrierefreiheit schließen sich nicht aus. Sie ergänzen sich. Die Zusammenarbeit war geprägt von Respekt, Offenheit und dem klaren Willen, voneinander zu lernen.

Kategorien: Allgemein

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