Ein heller Raum, viele Gespräche und ein gemeinsames Ziel: Am 23. März 2026 trafen sich 14 engagierte Prüfende für Leichte Sprache unter Leitung von Maria Lamsfuß bei den Lebenspfaden Oberberg e.V. in Bomig. Die Atmosphäre war geprägt von Offenheit, Beteiligung und dem klaren Anspruch, Verständlichkeit im Alltag weiter voranzubringen.
Im Mittelpunkt des Treffens stand die Frage: Wie kann Leichte Sprache noch stärker im Sozialraum verankert werden, damit alle Menschen verstehen, mitreden und mitmachen können?
Ein wichtiger Schritt war die Neuorganisation der Prüfgruppen. Gemeinsam wurde festgelegt, wer Texte für die HBW und wer für Wiehl ENTHINDERT prüft. Diese klare Struktur schafft Verbindlichkeit und stärkt die Qualität der Arbeit. Gleichzeitig wurde deutlich: Leichte Sprache lebt von Zusammenarbeit und gegenseitigem Lernen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Sichtbarkeit. Die Teilnehmenden entwickelten konkrete Ideen, wie Leichte Sprache präsenter werden kann – zum Beispiel in Ausschüssen der Stadt Wiehl, in Einrichtungen wie der HBW und der BWO, in sozialen Medien sowie bei Veranstaltungen im Sozialraum. Ziel ist es, Leichte Sprache nicht nur punktuell einzusetzen, sondern selbstverständlich in verschiedene Lebensbereiche zu integrieren.
Das Treffen machte deutlich, warum diese Arbeit so wichtig ist: Leichte Sprache ist mehr als ein Werkzeug. Sie ist ein Schlüssel zu Zugang, Teilhabe und Selbstbestimmung. Sie ermöglicht es Menschen, Informationen zu verstehen, sich einzubringen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Das Treffen der Prüfenden hat wichtige Impulse gesetzt: für mehr Klarheit, mehr Beteiligung und mehr Wirkung. Der nächste Schritt ist klar – Leichte Sprache soll sichtbar werden. Im Alltag, im Sozialraum und in den Köpfen.

